Die Liebhaber der Berge finden im Valsugana&Lagorai eine Oase des Friedens. Hier leben Hirsche und Gemsen und im Sommer bevölkern unzählige Kühe die Almwiesen in der Nähe der vielen Almhütten. Das Gebiet war noch bis vor hundert Jahren ein Grenzgebiet und auf den Wiesen und in den Bergen, die mit Ruhe und unberührter Natur glänzen, lieferten sich die österreichischen und italienischen Truppen während des 1. Weltkrieges harte Gefechte. Die Spuren dieser Epoche sind noch sichtbar. Man findet Festungswerke, Militärfriedhöfe und Schützengräben. Die Hochebenen Celado, Marcesina, Musiera bilden den Ausgangspunkt für Exkursionen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und bezaubernden Panoramen und einem Blick auf die umliegenden Gipfel bis hin zu den Bergen um Feltre und dem Grappa-Massiv. Die Hochebene von Vezzena ist bequem von Calceranica, über Bosentino und Vattaro oder von Caldonazzo aus über eine Militärstraße, die „Kaiserjägerweg“ oder „Menador“ heißt, zu erreichen. Letztere schlängelt sich mit mehreren Kehren und auch einigen engen Punkten die Berge hinauf. Dafür hat man aber einen atemberaubenden Blick auf die 2 Seen und das Valsugana. Die Hochebene präsentiert sich als weite Fläche mit Wiesen, Wäldern und Almhütten. Von Vetriolo Terme aus erreicht man die Panarotta mit ihrem wunderschönen Panorama auf die Brenta-Dolomiten, das Valsugana und die Seen von Caldonazzo und Levico. Im Winter befindet sich hier ein Skigebiet mit 18km Pisten. Der Brocon-Pass verbindet das Territorium zuerst mit dem Vanoi-Tal und dann mit dem Primiero-Tal, während der Manghen-Pass den Zugang zum Fiemma-Tal bildet. Auf dem Brocon-Pass beginnen einige Wanderrouten, unter ihnen auch der bekannteste, der Trodo dei Fiori - Weg der Blumen- eine einfache Strecke, die es dem Wanderer ermöglicht, die Lagoraibergkette, die Pale di San Martino und die Berge rund um Veltre zu bewundern. Vom Pass aus erreicht man auch das Zentrum Natur und Trekking der Almhütte Valarica. Der Gipfel des Manghen-Passes überragt die WWF-Oase Valtrigona, einzigartig im alpinen Raum. Auf der Straße zum Pass kommt man an den roten Porphyrfelsen der Lagorai-Bergkette vorbei. Diese Bergkette, eine der suggestivsten und weniger bekanntesten der östlichen Alpen, zeichnet sich durch eine unberührte Natur aus, auch wenn es einige Anzeichen einer Nutzung durch den Menschen gibt, denn hier lebten Hirten mit ihren Tieren und in modernen Zeiten auch Knappen, deutscher Herkunft, die hier in den Fluor-, Quarz- und Silberbergwerken arbeiteten.